Berlin Masseur wegen sexueller Übergriffe auf 18 Frauen vor Gericht

Ein 45-Jähriger soll in Berlin bei Massagen zwei Frauen vergewaltigt und viele weitere belästigt haben. Im Prozess hat seine Verteidigerin die Vorwürfe zurückgewiesen.

Landgericht Berlin (Symbolbild)
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Landgericht Berlin (Symbolbild)


Ein Mann muss sich wegen des Vorwurfs der sexuellen Belästigung und der Vergewaltigung vor dem Berliner Landgericht verantworten. Er soll sich an 18 Frauen vergangen haben. Der Mann arbeitete als Masseur, während der Behandlungen soll er übergriffig geworden sein.

Seine Verteidigerin wies die Vorwürfe zu Beginn des Prozesses zurück. Die Frauen hätten nicht eindeutig kommuniziert, dass sie irgendetwas nicht wollten. Mehrfach habe er während der Massagen gefragt, ob alles in Ordnung sei. "Nein heißt Nein. Daran hat sich unser Mandant gehalten", sagte sie. Der 45-Jährige schwieg.

Die Staatsanwaltschaft geht von Taten bei Wellnessmassagen in der Zeit von Dezember 2016 bis Februar 2018 aus. Der Mann habe seine Kundinnen in einem kleinen Raum eines Sportstudios im Stadtteil Spandau massiert. Er habe die Geschädigten gegen ihren Willen an der Vagina oder den Brüsten berührt, um sich sexuell zu erregen. Zuvor habe er die Türen verschlossen.

Mit den Fingern eingedrungen

Bei zwei Frauen sei er mit den Fingern in die Vagina eingedrungen, sagte eine Sprecherin. Diese Fälle seien als Vergewaltigung angeklagt worden.

Als erste Zeugin sagte eine 29-Jährige aus. Sie und ihre Freundin hätten über das Internet Gutscheine für eine Ganzkörpermassage gekauft. Der Angeklagte habe sie in einem leeren Sportstudio empfangen und sich als Therapeut vorgestellt. Als er sie bei der Behandlung immer wieder im Intimbereich berührte, sei sie wie erstarrt und nicht in der Lage gewesen, sich zu wehren.

jpz/dpa



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