Kokainschmuggel im großen Stil Berliner Polizei fasst mutmaßlichen Drahtzieher

Es ging um rund 400 Kilogramm Kokain im Wert von rund 50 Millionen Euro: Von Argentinien aus sollten die Drogen nach Deutschland geschmuggelt werden - jetzt wurde der mutmaßliche Drahtzieher geschnappt.


In Berlin hat die Polizei den mutmaßlichen Drahtzieher eines großen geplanten Kokainschmuggels aus Argentinien gefasst. Ein international gesuchter Verdächtige sei festgenommen worden und befinde sich in Gewahrsam, sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur AFP.

Der Mann wurde den Angaben zufolge im Zusammenhang mit der Entdeckung von knapp 400 Kilogramm Kokain gesucht. Die Drogen waren in der russischen Botschaft in Buenos Aires entdeckt worden. Sie sollten von dort offensichtlich als Diplomatengepäck nach Russland und Deutschland geschmuggelt werden. Der Wert wird auf rund 50 Millionen Euro geschätzt.

Die Generalstaatsanwaltschaft Berlin teilte via Twitter mit, der 49-Jährige sei am Donnerstag am Scharmützelsee wegen eines internationalen russischen Fahndungsersuchens festgenommen worden. Der Vorwurf laute auf Gründung einer kriminellen Vereinigung mit dem Ziel des Kokainschmuggels von Argentinien nach Russland.

Die russische Nachrichtenagentur Interfax meldete unter Berufung auf Ermittlerkreise, das Auslieferungsverfahren könne "Monate dauern, vielleicht länger".

Der russische Botschafter in Argentinien hatte Ermittler auf die Spur gebracht. Dieser hatte den argentinischen Behörden im Dezember 2016 den Drogenfund in einem Nebengebäude der diplomatischen Vertretung gemeldet. Daraufhin starteten die Ermittler eine verdeckte Operation.

Insgesamt waren 398 Kilogramm reines Kokain in 16 Koffern versteckt. In der vergangenen Woche beschlagnahmten Ermittler die Drogen und nahmen mehrere Mitglieder einer internationalen Drogenbande fest.

Im Video: Die Krieger des Kokain - Mama Coca

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fok/AFP

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