Berlin Obdachloser ertrunken - Mann bestreitet Tat

Zwei Männer sollen für das Ertrinken eines 39-Jährigen verantwortlich sein. Ein Angeklagter hat einen Angriff eingeräumt, mit dem Tod des Mannes habe er jedoch nichts zu tun gehabt.


Nach dem Tod eines Obdachlosen im Berliner Ortsteil Alt-Hohenschönhausen hat einer der beiden Tatverdächtigen die Verantwortung von sich gewiesen. Gemeinsam mit einem 32 Jahre alten Mann ist der 40-Jährige vor dem Landgericht angeklagt.

Die obdachlosen Männer sollen im März ein Zelt von zwei anderen Obdachlosen in einen Teich gezogen und es mit Gegenständen beworfen haben. Ein Mann ertrank. Der 40-Jährige sagte nun, als er den Platz verließ, habe "niemand im Wasser gelegen".

Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten Totschlag vor. Sie sollen zunächst auf das Zelt der aus Polen stammenden Opfer eingeschlagen und eingetreten haben. Es habe sich aus seiner Verankerung gelockert und sei in eine Schräglage geraten. Die Beschuldigten hätten es in den Pfuhl gezogen und Gegenstände wie eine Europalette und Kisten mit Wucht auf das Zelt geworfen. Während sich ein 25-Jähriger retten konnte, sei ein 39-Jähriger ertrunken.

Der 40-jährige Angeklagte erklärte, er habe den 39-Jährigen verprügelt, "weil sie unsere Zelte angezündet hatten." Sie hätten jedoch das Zelt der anderen nicht ins Wasser gezogen. Für den 32-Jährigen sagte dessen Verteidiger, sein Mandant werde sich derzeit nicht äußern.

Angaben des 25-jährigen Mannes hatten zur Verhaftung der Beschuldigten geführt. Bei der Polizei hatte der Mann zu Protokoll gegeben, dass es mehrfach Streit gegeben habe.

bbr/dpa



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