Berlin Obdachloser stirbt Monate nach Brandattacke

Ein 48-Jähriger soll zwei Obdachlose in Berlin angezündet haben - einer überlebte den Brandanschlag nicht. Nun ist Anklage gegen den mutmaßlichen Täter erhoben worden.

Tatort in Berlin (Archivbild)
DPA

Tatort in Berlin (Archivbild)


Knapp vier Monate nachdem zwei schlafende Obdachlose in einem Berliner S-Bahnhof angezündet wurden, ist einer der Männer tot. Er sei vor wenigen Tagen gestorben, teilte die Berliner Staatsanwaltschaft mit.

Gegen den mutmaßlichen Täter werde Anklage wegen versuchten Totschlags erhoben. Noch muss eine Obduktion klären, ob das Feuer ursächlich für den Tod des Manns war. Aleksandr T. muss sich außerdem wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten.

Der 48-Jährige soll die beiden Männer Mitte Juli am S-Bahnhof Schöneweide nach einem Streit angezündet haben. Er habe die Obdachlosen nach Erkenntnissen der Ermittler mit Benzin übergossen, das er sich zuvor an einer nahen Tankstelle besorgt habe. Passanten halfen, das Feuer zu löschen.

T. wurde Ende Juli festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Der nun verstorbene Mann war im Krankenhaus in ein künstliches Koma versetzt worden. Das andere Opfer erlitt leichte Verbrennungen.

bbr/AFP

TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.