Polizeieinsatz am Berliner Dom Beamter schießt auf Mann

Bei einem Polizeieinsatz am Berliner Dom hat ein Polizist seine Schusswaffe eingesetzt. Bei dem Vorfall wurde ein offenbar verwirrter Mann verletzt. Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund liegen nicht vor.

Polizisten vor dem Berliner Dom
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Polizisten vor dem Berliner Dom


Auf der historischen Museumsinsel in Berlin hat ein Beamter auf einen Mann geschossen. "Am Berliner Dom in Mitte haben unsere Kollegen kurz nach 16 Uhr auf einen randalierenden Mann geschossen. Er wurde an den Beinen verletzt", twitterte die Polizei Berlin.

Unklarheit herrschte zunächst darüber, ob bei dem Vorfall auch ein Polizist verletzt wurde. Inzwischen ist klar, dass bei der Schussabgabe sowohl der Mann als auch ein Polizeibeamter schwer verletzt wurden. Beide wurden durch Polizei-Projektile verwundet und werden derzeit im Krankenhaus behandelt. Die genauen Umstände ermittelt nun die 3. Mordkommission des Landeskriminalamtes.

Als die Polizei auf den Mann schoss, war der Dom laut Polizeisprecher Winfrid Wenzel geräumt. Zuvor hatte eine Angestellte des Berliner Doms den Notruf gewählt, weil ein Mann dort mit einem Messer hantierte. Zu dem Zeitpunkt waren zirka 100 Menschen dort.

Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich laut Polizei um einen 53-jährigen Österreicher. Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund liegen nicht vor. Der verletzte Mann habe einen verwirrten Eindruck gemacht.

Auf Twitter waren in Augenzeugenvideos Einsatzkräfte mit Maschinenpistolen zu sehen. Rund um den Dom war ein Absperrband hochgezogen.

Der Berliner Dom liegt unweit des Alexanderplatzes. Besonders sonntags sind dort viele Touristen und Gäste unterwegs. Der für 18 Uhr angesetzte Gottesdienst wurde abgesagt.

löw/dpa/AFP

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