Berlin Polizistin bei Unfall mit Raser verletzt

Er fuhr bei Rot über Ampeln, schaltete sein Licht aus und rammte einen Polizeiwagen: In Berlin hat ein Raser auf der Flucht vor der Polizei sich und andere in große Gefahr gebracht. Eine Polizistin wurde bei den Manövern verletzt.


Ein 37 Jahre alter Mann hat sich mit einem Kontrahenten auf der Autobahn 111 ein illegales Rennen geliefert - und bei seiner anschließenden Flucht eine Polizistin verletzt.

Zivilfahnder hatten zuvor beobachtet, wie zwei Fahrzeuge deutlich zu schnell durch diverse Straßen fuhren. Die Ermittler verfolgten den Mann, der die Autobahn wieder verließ. Das andere Auto blieb auf der Fahrbahn.

Während seiner Flucht fuhr der 37-Jährige den Angaben zufolge bei Rot über mehrere Ampeln und schaltete zwischenzeitlich sein Licht aus, um den Polizisten zu entkommen. Auch nachdem er eine Polizeistreife gerammt hatte, setzte er seine Flucht fort. Bei einem zweiten Unfall wurde die Polizistin verletzt, sie konnte ihren Dienst nicht fortsetzen.

Kurz darauf stellten die Ermittler den mutmaßlichen Raser im Berliner Stadtteil Spandau. Er wurde vorläufig festgenommen und sein Auto wurde beschlagnahmt. Der andere Raser konnte entkommen.

Illegale Autorennen hatten in der Vergangenheit häufig Gerichte beschäftigt und zu unterschiedlichen Urteilen geführt. Erst kürzlich hob der Bundesgerichtshof das bundesweit erste Mordurteil gegen zwei Berliner Raser auf. Sie hatten bei einem Rennen einen Unfall verursacht, bei dem ein unbeteiligter Fahrer eines anderen Autos ums Leben kam. (Details dazu lesen Sie hier.)

In Köln entschied das Landgericht im Prozess um den tödlichen Ausgang eines illegalen Autorennens, dass die bereits verhängten Freiheitsstrafen nicht zur Bewährung ausgesetzt werden dürfen. Die heute 24 und 25 Jahre alten Fahrer müssen demnach wegen fahrlässiger Tötung in Haft.

vks/dpa



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hohnspiegel 01.04.2018
1. Strenge Strafen
Wenn ich sehe wie selbst in 30km Wohnzonen von Autofahrern gerast wird bin ich für strenge Strafen, Auto beschlagnahmen und Führerschein auf Jahre weg, bei Wiederholung Gefängnisstrafe ohne wenn und aber , anders kommt man dem nicht bei, die Strafen für Verkehrsvergehen in Deutschland sind lächerlich.
willi.thom 01.04.2018
2. Nicht weiter so
wenn Politiker nur schwadronieren von der Härte des Gesetzes, aus Angst vor "Rassismus" verschweigen, daß es sich bei den Rasern um Ausländer mit oder ohne deutschen Pass handelt, dann darf man sich nicht wundern, daß der Respekt vor Polizei, Sanitätern, Feuerwehr gegen Null geht und die Deutschen um ihre Sicherheit bangen und entsprechende Parteien wählen. Es muß endlich Schluß sein mit dem Dauer-Geschwätz, Taten müssen her und Gesetze, auch das Grundgesetz, müssen der veränderten Lage angepasst werden. In einem SPIEGEL-Interview hat Herr Safranski von der Blauäugigkeit der deutschen Politik gesprochen, das sehe ich genau so.
slimthebass 01.04.2018
3. Das Auto als Waffe
Wer sein Auto in dieser Art und Weise einsetzt, benutzt es doch als Waffe mit tötungsabsicht. Dementsprechend ist er zu verurteilen.
philosophus 01.04.2018
4. Tödliches...Adrenalin...
Ich hatte vor Jahren einen sehr guten Freund -hat uns leider verlassen-... ein Raser. Sonst ein sehr liebenswerter Mensch- nur dieses Eine: wenn ihn der "Kick" erwischt hatte hat seine sonst so gut fuktionierende Logik, einfach ausgesetzt. Los musste er, nur noch Vollgas...er wusste dass er stirbt- ich eigentlich auch... tschüss mein teurer Freund. Dieses Sch... Adrenalin!...
Edgard 01.04.2018
5. Ich erwarte von der Politik...
... nicht mehr und nicht weniger daß vorsätzliches Fahren mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit mit Verkehrsgefährdung zu einem Straftatbestand mit entschädigungslosem Einzug des Tatwerkzeugs und endgültigem Entzug der Fahrerlaubnsi wegen charakterlicher Nichteignung wird. Dieser Kotau vor der Autolobby der andere Menschen gefährdet, verletzt und tötet - und dann mit einem Taschengeld "abgerechnet" wird ist nicht akzeptabel! Es gibt ein Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit, nicht aber auf vorsätzliches Fehlverhalten.
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