Befangenheitsantrag Prozess gegen Berliner U-Bahn-Treter wird neu aufgerollt

Der Prozess um die brutale Attacke gegen eine Frau in der Berliner U-Bahn muss neu starten. Eine Schöffin wurde für befangen erklärt. Jetzt muss die Kammer neu besetzt werden.

Svetoslav S. im Berliner Landgericht
DPA

Svetoslav S. im Berliner Landgericht


Wegen der Befangenheit einer Schöffin wird der Prozess gegen den Berliner U-Bahn-Treter Svetoslav S. neu aufgerollt. Das am Donnerstag begonnene Verfahren sei ausgesetzt worden, die Hauptverhandlung werde am 26. Juni neu beginnen, teilte die Berliner Justiz mit.

Für die Neuverhandlung würden neue Schöffen benannt. Die nun für befangen befundene Schöffin werde nicht erneut eingesetzt.

Der Bulgare S. wird beschuldigt, der Mann auf Bildern der Videoüberwachung im Berliner U-Bahnhof Hermannstraße zu sein, der auf der Treppe eine junge, nichts ahnende Frau kräftig in den Rücken tritt.

Das damals 26-jährige Opfer brach sich bei dem Angriff den Arm und wurde am Kopf verletzt. Die Frau tritt in dem Prozess als Nebenklägerin auf. Die Staatsanwaltschaft sieht in dem Tritt eine gefährliche Körperverletzung.

Die Verteidigerin des Beschuldigten hatte einen Befangenheitsantrag gegen die Schöffin gestellt. Sie soll sich in mehreren Leserbriefen abfällig über Migranten geäußert haben.

Das Überwachungsvideo aus der Berliner U-Bahn:

brt/AFP/dpa

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