Polizeieinsatz Großrazzia gegen kriminelle Clans in Berlin

Seit dem frühen Morgen durchsucht die Berliner Polizei in den Stadtteilen Tiergarten und Kreuzberg Wohnungen und Geschäftsräume. Die Razzia richtet sich gegen die organisierte Clan-Kriminalität in der Stadt.

Polizisten führen einen verdächtigen Mann ab
DPA

Polizisten führen einen verdächtigen Mann ab


Mit einer Großrazzia ist die Polizei in Berlin am Morgen gegen kriminelle Mitglieder arabischer Großfamilien vorgegangen. Durchsuchungen gebe es in Objekten in den Stadtteilen Tiergarten und Kreuzberg, sagte eine Sprecherin.

Durchsucht wurden unter anderem ein Wettbüro in der Nähe der Potsdamer Straße und eine Wohnung in der unweit gelegenen Körnerstraße. Zwei Männer sollen laut Nachrichtenagentur dpa festgenommen worden sein.

Nach Informationen der Zeitung "Die Welt" geht es um Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz im großen Stil. Den Beschuldigten werde Handel mit Kokain vorgeworfen.

Nach Angaben der Zeitung war ein Großaufgebot der Sicherheitsbehörden mit einer Vielzahl von Spezialkräften an der Aktion beteiligt. Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt.

Erst Mitte Juli hatte die Polizei in Berlin im Zuge eines Geldwäscheverfahrens gegen eine Großfamilie 77 Immobilien im Gesamtwert von rund 9,3 Millionen Euro vorläufig beschlagnahmt. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Objekte mit Geld aus Straftaten gekauft wurden.

Ermittelt wird in diesem Fall gegen 16 Beschuldigte einer arabischstämmige Großfamilie sowie deren Umfeld, die vor allem in Neukölln aktiv ist. Dabei geht es um Geldwäsche. Die Familie soll auch hinter dem Münz-Raub im Bode-Museum stehen. Ob es sich bei der aktuellen Razzia um denselben Clan handelt, sagte die Polizei nicht.

Im Video: Arabische Clans in Berlin

SPIEGEL TV

sen/dpa/AFP



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