Tödliches Autorennen am KaDeWe Haftbefehl wegen Totschlags erlassen

Die Berliner Polizei hat einen 27-Jährigen verhaftet. Dem Mann wird nach einem illegalen Autorennen Totschlag vorgeworfen.

Unfallstelle (Archiv): Tauentzien nach dem illegalen Autorennen
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Unfallstelle (Archiv): Tauentzien nach dem illegalen Autorennen


Nach dem tödlichen Autorennen am Berliner Luxuskaufhaus KaDeWe ist einer der Raser wegen des Vorwurfs des Totschlags verhaftet worden. Zielfahnder der Polizei fassten den 27-Jährigen im Stadtteil Moabit, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Der Beschuldigte stehe unter dem Verdacht, bei der Raserei "billigend in Kauf genommen zu haben, dass eine Person zu Tode kommen könnte".

Er und ein anderer Sportwagenfahrer sollen mit "weit über hundert Kilometern pro Stunde" unterwegs gewesen sein. Das Auto des 69-jährigen Unfallopfers sei "durch die Wucht des seitlichen Aufpralls etwa 70 Meter weit geschleudert" worden. Das Opfer starb noch am Unfallort. Die beiden Raser wurden nach dem Autorennen am 1. Februar festgenommen, aber kurz darauf wieder freigelassen.

Für Totschlag liegt die Strafe bei mindestens fünf Jahren Gefängnis. Zunächst hatte es geheißen, es werde wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. In diesem Fall wäre eine mildere Bestrafung zu erwarten gewesen: Geldstrafen, Bewährungsstrafen oder Gefängnis bis maximal fünf Jahre.

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Unfall nach Rennen: Nur noch Trümmer

Immer wieder sterben Unbeteiligte bei illegalen Autorennen. Erst im Januar waren zwei junge Männer in Köln zu Jugendstrafen auf Bewährung verurteilt worden - wegen fahrlässiger Tötung in Tateinheit mit Gefährdung des Straßenverkehrs und fahrlässiger Körperverletzung. Bei dem Rennen war der Insasse eines Taxis tödlich verletzt worden.

wit/dpa



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