Tödlicher Einsatz: Bewaffneter erschießt zwei Feuerwehrleute

Sie stehen nachts auf, um Feuer zu löschen. Nun wurde vier freiwilligen Feuerwehrleuten in den USA offenbar eine tödliche Falle gestellt. Ein Schütze erschoss zwei Helfer unmittelbar nach ihrer Ankunft an einem Einsatzort, die beiden anderen Männer überlebten mit Schussverletzungen.

Feuer in Webster: Drei Häuser brannten ab, ein Auto aus Zur Großansicht
REUTERS

Feuer in Webster: Drei Häuser brannten ab, ein Auto aus

New York - Ein Bewaffneter hat in Webster, im US-Bundesstaat New York, auf vier freiwillige Feuerwehrleute geschossen und zwei von ihnen getötet. Anschließend beging der Schütze Suizid. Die Einsatzkräfte waren am Morgen (Ortszeit) zu einem Brand gerufen worden und hatten gerade ihre Fahrzeuge verlassen, als der Bewaffnete begann, auf die Männer zu schießen.

"Es sieht so aus, als ob es eine Falle war", sagte der Polizeichef von Webster, Gerald L. Pickering: "Zurzeit gibt es kein Motiv." Bei dem Täter handelte es sich nach Behördenangaben um einen 62-Jährigen, der mehr als 17 Jahre im Gefängnis gesessen hatte, nachdem er 1980 seine 92 Jahre alte Großmutter zu Tode geprügelt hatte. Diese Tat soll sich in einem Haus ereignet haben, das neben dem Haus liegt, zu dem die vier Feuerwehrleute gerufen wurden.

Der Schütze wurde 1998 aus dem Gefängnis entlassen und sei bis dato nicht wieder auffällig gewesen, sagte Pickering. Laut Polizei setzte der Täter ein Auto und ein Haus in Brand, um die Feuerwehrleute anzulocken.

Alle vier Feuerwehrmänner wurden vom Schützen getroffen, einer von ihnen konnte mit seinem eigenen Wagen fliehen, ein anderer wurde bewusstlos gefunden. Beide kamen in ein Krankenhaus. Einer der getöteten Männer war Polizeibeamter. Ein weiterer Polizist, der nicht im Dienst war und an dem brennenden Haus vorbeifuhr, wurde von einem Schrapnell verletzt.

Webster ist ein kleiner Ort mit rund 42.000 Einwohnern im Westen des Bundesstaats und über 500 Kilometer von New York City entfernt. Weil das Feuer durch die Bluttat zunächst nicht gelöscht werden konnte, brannten sieben Häuser ab und ein Auto aus. Die Polizei rettete 33 Menschen aus der Umgebung des brennenden Hauses mit einem Spezialkommando. Ob es in den abgebrannten Häusern noch weitere Opfer gibt, konnte zunächst nicht geklärt werden.

max/dpa/AP

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