kurz & krass Unbekannte pflanzen Baum vor Blitzer

Fichte vor Radargerät
Polizei Trier

Fichte vor Radargerät


Eine zwei Meter hohe Fichte haben Unbekannte an einer Bundesstraße in Rheinland-Pfalz vor eine mobile Radarfalle gepflanzt. Damit sind sämtliche Blitzerfotos unbrauchbar.

Alle Messungen, die von zu schnell fahrenden Autofahrern vorgenommen wurden, seien nicht verwertbar, teilte das Polizeipräsidium Trier mit. "Der Messstreifen muss immer frei bleiben. Sobald ein Mensch oder wie in diesem Falle ein Baum in dem Streifen steht, kann das Gerät nicht mehr richtig arbeiten."

Wie lange der offenbar fachmännisch eingepflanzte Baum dort stand und wie viele Messungen betroffen sind, teilte die Polizei nicht mit. Die Fichte sei an der viel befahrenen Straße offenbar "in einer Nacht- und Nebelaktion" gepflanzt worden, hieß es. Das Gerät habe die Störung automatisch gemeldet, so wie es dies auch bei heftigem Schütteln, Besprühen der Linse oder einem Brandanschlag täte.

Inzwischen haben Beamte den Baum entfernt. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der Störung öffentlicher Betriebe gegen unbekannt.

Zu Sabotageakten dieser Art kommt es immer wieder. Erst im vergangenen September hatten Unbekannte im Saarland eine Radarfalle mit einer lebensgroßen Sexpuppe verdeckt.

wit/AFP



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