Durchsuchungen in fünf Bundesländern Schlag gegen Rechtsextremisten - vier Verhaftungen

In mehreren Bundesländern ist die Polizei gegen Rechtsextremisten vorgegangen. Die Beschuldigten sollen versucht haben, eine verbotene Gruppe wiederzubeleben. Es gab Durchsuchungen und Verhaftungen.

"Blood and Honour"-Mitglied (Archivbild)
DPA

"Blood and Honour"-Mitglied (Archivbild)


Die Polizei hat bei einem bundesweiten Schlag gegen eine verbotene rechtsextremistische Vereinigung vier Menschen verhaftet. Während der groß angelegten Polizeiaktion gegen Mitglieder von "Blood & Honour" durchsuchten Ermittler zudem in fünf Bundesländern Wohnungen und Häuser, wie die Generalstaatsanwaltschaft München und das Polizeipräsidium Niederbayern mitteilten.

Zu den Einsätzen kam es demzufolge nach Ermittlungen gegen zwölf Beschuldigte wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen ein Vereinigungsverbot. Den Beschuldigten wird vorgeworfen, durch den Aufbau einer Verwaltungsstruktur der "Blood & Honour Division Deutschland" mit Sektionen in Bayern, Baden-Württemberg, Thüringen und Mitteldeutschland die seit dem Jahr 2000 verbotene Organisation wieder gründen zu wollen.

Konkret geht es dabei vor allem um Musik-CDs mit verbotenem Rechtsrock-Liedgut und um Fan-Artikel mit illegalen Symbolen, die nach Deutschland eingeführt und hier vertrieben worden sein sollen.

Um Beweismittel zur Mitgliederstruktur zu sichern und Produktion sowie Vertrieb des Rechtsrock-Liedguts aufzuklären, durchsuchten die Beamten insgesamt 15 Objekte. Acht Durchsuchungen fanden in Bayern statt, drei in Thüringen, zwei in Baden-Württemberg und je eine in Hessen und Sachsen-Anhalt.

Im Video: Geschichte des modernen Rechtsextremismus - Die neuen Nazis

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mxw/dpa



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