Schießerei in der Schweiz Familienfehde kostet fünf Menschen das Leben

Blutige Familienfehde im Schweizer Kanton Aargau: Ein 36-Jähriger steht im Verdacht, die Angehörigen seiner Frau und einen weiteren Mann getötet zu haben. Anschließend richtete er die Waffe gegen sich selbst.

Tatort in Würenlingen: Indizien für eine Familientragödie
REUTERS

Tatort in Würenlingen: Indizien für eine Familientragödie


Bei einer Schießerei in einem Wohnviertel von Würenlingen nahe der deutsch-schweizerischen Grenze sind fünf Menschen ums Leben gekommen. Nach den ersten Erkenntnissen der Kantonspolizei Aargau steht ein 36-Jähriger in Verdacht, seine Schwiegereltern und seinen Schwager erschossen zu haben. Dann tötete er den ersten Ermittlungsergebnissen zufolge einen 46-jährigen Nachbarn und anschließend sich selbst.

Die Bluttat hatte sich gegen 23 Uhr am Samstagabend ereignet. Anwohner hatten Schüsse gehört und die Polizei alarmiert. Die Beamten fanden im Freien sowie in einem Wohnhaus mehrere leblose Menschen. Rettungssanitäter konnten bei allen nur noch den Tod feststellen.

Die Kantonspolizei war nach eigenen Angaben die ganze Nacht mit einem Großaufgebot im Einsatz, die Staatsanwaltschaft nahm Ermittlungen auf. Es handle sich um ein "außergewöhnlich schlimmes Verbrechen", das atypisch für ein "solch beschauliches Wohnquartier" sei.

Mit den ersten Ermittlungsergebnissen bestätigt sich der Verdacht, dass es sich um eine Familientragödie handelt. Der mutmaßliche Täter lebte offenbar seit längerer Zeit von seiner Ehefrau und seinen drei Kindern getrennt. Die Sozialbehörden betreuten die Familie. Ehefrau und Kinder seien unversehrt, erklärte der Polizeisprecher.

Einige Zeit zuvor hatte die Polizei die Wohnung des Verdächtigen durchsucht, erklärte der Sprecher weiter, ohne Details zu nennen. Dabei seien keine Waffen gefunden worden. Der Mann sei auch nicht im Besitz eines Waffenscheins.

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