Bluttat im Münsterland Junger Mann tritt Passanten tot

Ohne erkennbaren Grund hat ein 19-Jähriger im nordrhein-westfälischen Greven einen Mann totgetreten. Laut Staatsanwaltschaft ist der Angreifer psychisch krank, einen Streit gab es nicht. Die Polizei fasste den mutmaßlichen Täter schließlich - seine Schuhe waren voller Blut.


Münster - Der Mann hatte das 42 Jahre alte Opfer gestern in einer Bahnhofsunterführung in Greven im Kreis Steinfurt angegriffen. Der geständige Täter sei offenbar psychisch schwer krank, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft heute. Zwischen Täter und Opfer hat es laut Polizei weder eine Vorbeziehung noch einen Streit gegeben: "Das hätte jeden treffen können", sagte der Sprecher.

Die Attacke erfolgte der Polizei zufolge so überfallartig und überraschend, dass das Opfer keine Gegenwehr leisten konnte. Eine Passantin in der Unterführung hatte vergeblich versucht, den Mann zu stoppen. Auch die von ihr alarmierte Polizei konnte dem Opfer nicht mehr helfen. Er habe durch die Tritte ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten und sei noch am Ort seinen schweren Verletzungen erlegen.

Die Polizei nahm den jungen Mann wenig später in der Grevener Innenstadt fest. Der Geständige hatte Blutspuren an seinen Schuhen. Ein zweiter zunächst festgenommener 29-jähriger Mann wurde nach kurzer Zeit wieder freigelassen. Die Staatsanwaltschaft hat beim Amtsgericht Münster beantragt, den mutmaßlichen Täter in eine geschlossene psychiatrische Klinik einzuweisen.

ffr/AP



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