Vorfall in Bonn Polizei schießt auf Flüchtling

SEK-Beamte haben in Bonn Schüsse auf einen Flüchtling abgegeben. Der Mann aus Guinea wurde schwer verletzt. Er soll zuvor einen Mitbewohner angegriffen haben.


Polizeieinsatz in einem Bonner Flüchtlingsheim: Ein Spezialeinsatzkommando hat auf einen Mann geschossen und ihn schwer verletzt. Das berichten der Kölner "Express" und die "Süddeutsche Zeitung". Der 23-Jährige, der aus Guinea stammen soll, hatte zuvor in der Unterkunft einen Mitbewohner angegriffen und mit einem Messer verletzt.

Der Mann verbarrikadierte sich nach dem Angriff auf den Mitbewohner im Obergeschoss des Gebäudes. Die Polizei verhandelte mit ihm, doch die Situation eskalierte, als er aus dem Fenster sprang und zu fliehen versuchte. Da er immer noch ein Messer bei sich trug, gaben die Beamten sechs Schüsse auf ihn ab. Schwer verletzt wurde er mit einem Rettungswagen in die Uniklinik gebracht.

Polizei beendet Massenschlägerei in Dresdner Flüchtlingslager

Unterdessen sind bei einer Auseinandersetzung zwischen Flüchtlingen in einem Dresdner Zeltlager acht Menschen verletzt worden, darunter eine Frau. Die Polizei, die mit 14 Streifenwagen und zwei Zügen Bereitschaftspolizei vor Ort war, beendete die Massenschlägerei und hielt die jeweils etwa 50 Syrer und Afghanen auseinander, wie ein Sprecher mitteilte.

Warum der Streit der beiden Gruppen eskaliert war, ist unklar. Rund 80 Polizisten sollen zur Sicherheit vorläufig in dem Zeltlager bleiben, in dem seit einer Woche rund tausend Asylbewerber campieren.

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