Vergewaltigte Camperin bei Bonn Strafmaß gegen Eric X. muss überprüft werden

War Eric X. bei der Vergewaltigung einer Camperin nur eingeschränkt schuldfähig? Mit dieser Frage muss sich das Bonner Landgericht erneut beschäftigen. Das hat der BGH entschieden.

Eric X. (Archiv)
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Eric X. (Archiv)


Der Fall der Vergewaltigung einer Camperin in der Bonner Siegaue kommt erneut vor Gericht. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat zwar den Schuldspruch des Bonner Landgerichts gegen den 31-jährigen Eric X. bestätigt, und insoweit seine Revision zurückgewiesen. Er hob jedoch laut einer Mitteilung den Strafausspruch auf. Eine andere Kammer muss nun erneut die Schuldfähigkeit des Angeklagten prüfen.

Der BGH begründete die Entscheidung mit Rechtsfehlern. Das Landgericht hatte X. eine Persönlichkeitsstörung attestiert, war aber dennoch von einer uneingeschränkten Schuldfähigkeit des Mannes ausgegangen.

Nach Auffassung des Bonner Gerichts hatte sich diese Störung nicht bei der Tat ausgewirkt. Es verurteilte X. zu elfeinhalb Jahren Haft. In einem neuen Prozess muss laut BGH nun erneut die Möglichkeit einer verminderten Schuldfähigkeit des Angeklagten geprüft und das Strafmaß festgelegt werden.

X. überfiel im April 2017 ein Paar, das in der Siegaue in Troisdorf campte, und vergewaltigte die Frau. Der abgelehnter Asylbewerber aus Ghana wurde wenige Tage nach der Tat festgenommen. Im Prozess bestritt er seine Schuld. Das Gericht stützte sein Urteil vor allem auf DNA-Spuren.

bbr/AFP

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