Nach Anschlag auf Mannschaftsbus BVB-Attentäter zieht Revision zurück

Wegen versuchten Mordes wurde der BVB-Attentäter Sergej W. zu 14 Jahren Haft verurteilt. Seine Anwälte haben nun ihren Revisionsantrag zurückgezogen. Rechtskräftig ist das Urteil aber noch nicht.

Sergej W. im Gerichtssaal
DPA

Sergej W. im Gerichtssaal


Der BVB-Attentäter Sergej W. akzeptiert nun doch das Urteil des Dortmunder Schwurgerichts. Sein Verteidiger Carl Heydenreich sagte am Mittwoch, dass er die Revision gegen das Urteil zurückgenommen habe. W. war im Prozess um den Bombenanschlag auf die Mannschaft des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund wegen versuchten Mordes zu einer Freiheitsstrafe von 14 Jahren verurteilt wurden.

Das Dortmunder Landgericht hatte Sergej W. im November 2018 des 28-fachen Mordversuches und der Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion für schuldig erklärt. Der Vorsitzende Richter Peter Windgätter blieb mit seinem Urteil unterhalb des Antrags der Staatsanwaltschaft, die lebenslängliche Haft gefordert hatte. Die Verteidigung hatte zunächst auf eine Strafe von deutlich unter zehn Jahren plädiert.

W. hatte gestanden, am 11. April 2017 drei Splitterbomben vor dem Mannschaftsbus von Borussia Dortmund gezündet zu haben. Dabei waren der damals noch für Dortmund aktive Verteidiger Marc Bartra und ein Polizist verletzt worden. Laut Anklage war es W.s Ziel, Spieler zu töten und damit den Kurs der BVB-Aktie zum Absturz zu bringen. W. selbst hatte in dem Prozess immer wieder beteuert, er habe die Bomben bewusst so konstruiert, dass schwere Schäden ausgeschlossen waren.

Drei Tage nach dem Urteilsspruch am Dortmunder Landgericht hatten sowohl Sergej W. als auch die Staatsanwaltschaft Revision eingelegt. Obwohl W. nun seinen Revisionsantrag zurückgenommen hat, ist das Urteil noch nicht rechtskräftig. Das wird es erst, wenn auch die Staatsanwaltschaft ihren Einspruch zurückzieht.

tbe/sid/dpa



TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.