Brand in Berliner Moschee Polizei geht von Anschlag aus

Das Feuer in einer Moschee in Berlin-Kreuzberg wurde nach Erkenntnissen der Ermittler vorsätzlich gelegt. Zunächst hatte die Polizei noch einen technischen Defekt als Brandursache für möglich gehalten, das schließt sie jetzt aus.

Ausgebrannter Raum der Mevlana-Moschee : Fahrlässiges Handeln wird ausgeschlossen
DPA

Ausgebrannter Raum der Mevlana-Moschee: Fahrlässiges Handeln wird ausgeschlossen


Berlin - Bei dem Brand in der Mevlana-Moschee in Kreuzberg vor zwei Wochen handelte es sich offenbar um einen Anschlag. "Wir gehen von einer vorsätzlichen Brandstiftung aus", sagte der Berliner LKA-Chef Christian Steiof SPIEGEL ONLINE.

In einem noch nicht fertiggestellten Anbau der Mevlana-Moschee war in der Nacht zum 12. August ein Feuer ausgebrochen. Die Flammen beschädigten das muslimische Gotteshaus schwer und verrußten auch die Fassade der Moschee.

Zunächst hielt die Polizei einen technischen Defekt für möglich. Nach einem Besuch der Moschee am Dienstag sagte der Berliner Polizeipräsident Klaus Kandt laut "Tagesspiegel", dass man dies inzwischen ebenso ausschließe wie Fahrlässigkeit.

Zuvor hatte bereits SPD-Chef Sigmar Gabriel bei einem Besuch der Mevlana-Moschee am Wochenende von einem "Attentat" gesprochen. Brandanschläge auf Moscheen, Synagogen und Kirchen seien immer auch "ein Anschlag auf das Zentrum der Gesellschaft", sagte Gabriel.

wow/dpa



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