Überfall auf Minibus Formel-1-Team in São Paulo ausgeraubt

In Brasilien haben Bewaffnete das Team des Formel-1-Rennstalls Mercedes ausgeraubt. Verletzt wurde niemand, aber die Sicherheitslage bleibt prekär. Weltmeister Lewis Hamilton mahnt Konsequenzen an.

Lewis Hamilton auf der Formel-1-Strecke in Sao Paulo
Getty Images

Lewis Hamilton auf der Formel-1-Strecke in Sao Paulo


Böse Überraschung am Freitagabend in São Paulo: Auf dem Weg vom Stadtteil Interlagos zu verschiedenen Hotels sind Mitglieder des Mercedes-Formel-1-Teams ausgeraubt worden. In dem Kleinbus der Silberpfeile befanden sich der Fahrer und sechs Mechaniker. Das Fahrzeug hatte gegen 22 Uhr das Gelände des Autodromo Jose Carlos Pace verlassen und wurde nur wenig später gewaltsam gestoppt.

Wie ein Teamsprecher am Samstag am Rande des Großen Preises von Brasilien bestätigte, wurden Wertsachen gestohlen. "Aber, was viel wichtiger ist, alle sind in Sicherheit und es wurde niemand verletzt."

Einen versuchten bewaffneten Überfall gab es außerdem auf ein Fahrzeug des Internationalen Automobilverbandes FIA. Unbestätigten Medienberichten zufolge soll es auch versuchte Übergriffe auf Autos von Ferrari und Williams gegeben haben.

Es ist nicht das erste Mal, dass es an einem Rennwochenende in Brasilien im dichten Verkehr zu solchen Übergriffen mit Waffengewalt kommt. 2010 war der damalige McLaren-Pilot und Ex-Weltmeister Jenson Button nur dank seines Fahrers einem Raubüberfall entkommen.

Weltmeister Lewis Hamilton hat nach dem bewaffneten Überfall Konsequenzen gefordert. "Das passiert hier jedes Jahr", schrieb der 32-jährige Brite noch vor Beginn des freien Trainings zum Großen Preis von Brasilien bei Twitter: "Die Formel 1 und die Teams müssen mehr tun. Es gibt keine Entschuldigung!"

Laut Hamilton, der sich nicht in dem Bus befand, sollen auch Schüsse gefallen und einem Mitarbeiter eine Waffe an den Kopf gehalten worden sein. "Es ist so erschütternd, das zu hören."

Die Sicherheitslage in São Paulo ist notorisch schlecht. Üblicherweise sind die Teams in kugelsicheren Fahrzeugen mit Polizeischutz unterwegs. Das Personal wird angewiesen, abseits der Rennstrecke keine Marken-Teamkleidung zu tragen, um nicht auf sich aufmerksam zu machen.

ala/Reuters/dpa



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