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Ehefrau erschossen: Mörder von Küsterin aus Braunlage ist tot

Mann der Küsterin vor dem Braunschweiger Landgericht (2013): Verurteilt wegen Mordes Zur Großansicht
DPA

Mann der Küsterin vor dem Braunschweiger Landgericht (2013): Verurteilt wegen Mordes

Ein 56-Jähriger wurde wegen der Ermordung seiner Frau verurteilt, ein Gericht wollte noch über die besondere Schwere der Schuld verhandeln. Doch der Mann aus dem Harz starb nun im Krankenhaus.

Der Angeklagte im Prozess um den Mord an einer Küsterin aus dem niedersächsischen Braunlage ist tot. Der Mann starb am Samstag im Krankenhaus, wie das Landgericht Braunschweig mitteilte.

Der 56-Jährige lag seit Mittwoch auf der Intensivstation. Er hatte Verätzungen der Speiseröhre und des Magens sowie eine Lungenentzündung aufgrund giftiger Stoffe. Welche Mittel die Verletzungen verursacht haben, ist noch unklar. Sein Verteidiger ging davon aus, dass der Mann die Mittel selbst zu sich genommen hatte.

Die genaue Todesursache werde nun ermittelt, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft in Braunschweig. Von einem Suizid wollte sie nicht sprechen. "In diese Richtung gehen aber die Vermutungen", sagte die Sprecherin.

Der 56-Jährige war im August 2013 zu lebenslanger Haft verurteilt worden, weil er seine Ehefrau nach einem Gottesdienst erschossen hatte. Die 48-jährige Küsterin wollte sich scheiden lassen, das Paar hatte zehn Kinder.

In dem Urteil war die besondere Schwere der Schuld nicht festgestellt worden. Das Bundesgerichtshof entschied nach einer Revision der Staatsanwaltschaft, dass über diesen wichtigen Punkt neu verhandelt werden müsse.

Der Prozess gegen den Mann sollte am 8. Februar fortgesetzt werden. Wäre die besondere Schwere der Schuld festgestellt worden, wäre eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren nahezu unmöglich gewesen.

hut/dpa

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