Verunglückter Flugschüler in Braunschweig Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Ausbilder

Beim Absturz eines Segelflugzeugs in Braunschweig starb ein 15-jähriger Pilot. Nun wird gegen seinen Fluglehrer ermittelt - wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung.

Abgestürztes Segelflugzeug
DPA/ news38

Abgestürztes Segelflugzeug


Die Staatsanwaltschaft Braunschweig ermittelt nach dem tödlichen Absturz eines Flugschülers gegen den Fluglehrer des 15-Jährigen. Es gehe um den Verdacht auf fahrlässige Tötung.

Gegen den Ausbilder gebe es einen Anfangsverdacht wegen Verletzung der Sorgfaltspflicht, sagte ein Sprecher der Behörde. Gutachten müssten nun den Hergang des Absturzes aufklären.

Das Segelflugzeug war am Samstag gegen 19.15 Uhr ins Trudeln geraten und wenig später auf einem Friedhof in Braunschweig zerschellt. Der 15-jährige Pilot hatte alleine in dem Flieger gesessen und sich vor dem Absturz mit einem Fallschirm zu retten versucht - erfolglos.

Nach Angaben des Deutschen Aero-Clubs (DAeC) hatte der Flugschüler zuvor Steuerprobleme gemeldet. Kurz vor dem Absturz hatte er dann von seinem Lehrer die Aufforderung zum Absprung erhalten. Dabei hat sich nach ersten Erkenntnissen jedoch der Fallschirm nicht entfaltet - der Jugendliche prallte 150 Meter von seinem Flugzeug entfernt auf ein Verkehrsübungsgelände.

Ab 14 Jahren ist eine Segelflugausbildung möglich - sie dauert meist mehrere Monate bis Jahre. Zur Ausbildung gehören auch mehrere Alleinflüge, bei denen die Flugschüler ohne Ausbilder im Flugzeug sitzen. Das Unglück in Braunschweig ereignete sich offenbar bei einem solchen Flug. Eine Lizenz zum eigenständigen Steuern eines Segelflugzeuges erhalten Schüler frühestens zum 16. Geburtstag.

fek/dpa



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