Anti-Terror-Einsatz in Bremen Ermittlungen gegen angebliche Waffenkäufer eingestellt

Ende Februar lähmte die Angst vor einem Terroranschlag Bremen. Ein schwerer Verdacht richtete sich gegen zwei Männer aus dem Umfeld einer Moschee. Doch die Vorwürfe ließen sich nicht belegen.

Anti-Terror-Einsatz in Bremen: Zerfallener Verdacht
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Anti-Terror-Einsatz in Bremen: Zerfallener Verdacht


Die Bremer Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen gegen zwei Brüder im Zuge des Anti-Terror-Einsatzes in der Hansestadt eingestellt. Es liege kein hinreichender Tatverdacht für einen Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz vor, teilte die Anklagebehörde mit.

Einer der Männer stand im Verdacht, zwischen Oktober und Dezember 2014 unter anderem 60 Maschinenpistolen erworben und an Personen verteilt zu haben, die dem Islamischen Kulturzentrum (IKZ) nahestehen. Der Bruder sollte als Unterstützer tätig gewesen sein.

Untersuchungsausschuss in der Bürgerschaft

Nach Hinweisen auf einen möglichen Anschlag hatten Polizisten im vergangenen Februar das IKZ durchsucht, dort aber keine Waffen gefunden. Im Juli erklärte das Landgericht die Razzia in der Moschee für rechtswidrig.

Wegen mehrerer Pannen bei dem Einsatz räumten die Bremer Behörden Fehler ein. In der Bürgerschaft beschäftigt sich seit Ende 2015 ein Untersuchungsausschuss mit den Vorfällen. Nach Angaben der Innenbehörde ist das IKZ ein Sammelbecken für Salafisten.

sms/dpa



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