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Bremen: Jugendliche wegen versuchten Polizistenmordes angeklagt

Schnelle Justiz: Vor drei Wochen sollen vier Bremer Jugendliche eine Streifenwagenbesatzung in einen Hinterhalt gelockt haben. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft Anklage wegen versuchten Mordes erhoben.

Bremen - Die vier Jugendlichen sollen sich wegen versuchten Polizistenmordes vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft erhob gegen drei 15-Jährige und einen 16-Jährigen Anklage, wie eine Sprecherin am Donnerstag sagte. Sie bestätigte damit einen Bericht des "Weser-Kuriers".

Die Jugendlichen hatten vor drei Wochen eine Streifenwagenbesatzung in einen Hinterhalt gelockt, um den Wagen mit einem Molotow-Cocktail anzuzünden und die Polizisten zu attackieren, so die Ermittler. Ziel sei es gewesen, die Dienstwaffen der Polizisten zu rauben, teilten damals die Behörden mit.

Die Jugendlichen hatten die Beamten laut Polizei am 9. Oktober unter einem Vorwand alarmiert und dann angegriffen. Der Anschlag misslang, die Beamten blieben unverletzt. Wenig später wurden zunächst sechs Jugendliche festgenommen, von denen einige die geplanten Taten gestanden.

Gegen vier verfestigte sich der Tatverdacht, sie kamen in Untersuchungshaft. Die wegen Eigentums- und Gewaltdelikten polizeibekannten Jugendlichen planten den Ermittlungen zufolge eine gezielte Aktion gegen die Polizei in ihrem Stadtteil. Die Ermittlungen nach möglichen Mittätern dauern an.

bog/AP

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