Messerattacke in Bremen Polizisten von größerer Menschenmenge bedrängt und beleidigt

In Bremen ist ein 25-Jähriger mit einem Messer angegriffen und verletzt worden. Bei den anschließenden Ermittlungen wurden die Einsatzkräfte laut Polizei von gut 30 Menschen angegangen.


Bremer Polizisten sind bei Ermittlungen nach einer Messerattacke von einer größeren Menschengruppe bedrängt worden. Die Einsatzkräfte seien am Mittwochabend von 30 bis 40 Menschen beleidigt und angegangen worden, teilte die Polizei mit. Mit "starken Kräften" und "unter Androhung von Reizgas und Hundeeinsatz" sei die Situation aber schnell unter Kontrolle gebracht worden.

Vorausgegangen war eine Messerattacke auf einen 25-Jährigen im Stadtteil Huchting. Auf einem Verbindungspfad zwischen zwei Straßen war er laut Polizei von drei bis vier Unbekannten aufgehalten und geschlagen worden. Einer der Angreifer habe ihm mit einem Messer oberflächliche Verletzungen am Hals zugefügt.

Als Polizisten daraufhin am Tatort Spuren sichern und Menschen kontrollieren wollten, versammelte sich den Angaben der Beamten zufolge nach und nach eine immer größere Gruppe - offenbar per Handy verständigt. Diese bedrängte und beleidigte die Beamten, die Platzverweise aussprachen und sogenannte Gefährderansprachen hielten. Die Polizei ermittelt nun nicht nur wegen gefährlicher Körperverletzung, sondern auch wegen Landfriedensbruchs und Beleidigung.

Die mutmaßlichen Angreifer und das Opfer sollen aus unterschiedlichen Familien stammen, sagte ein Polizeisprecher. Bei den Tatverdächtigen handle es sich um Deutsche mit Migrationshintergrund. Über den Hintergrund der Auseinandersetzung gibt es keine Erkenntnisse. "Die waren wenig kooperativ", so der Polizeisprecher.

wit/apr/AFP

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