Hamburg - Wenn das Urteil in dieser Form bestehen bleibt, dürfte das wohl das Ende einer einst hoffnungsvollen Fußball-Karriere sein: Der brasilianische Fußballer Breno wurde in der vergangenen Woche wegen schwerer Brandstiftung zu einer Haftstrafe von drei Jahren und neun Monaten verurteilt. Nun hat die Verteidigung gegen das Urteil des Landgerichts München Revision eingelegt. Das teilte das Gericht am Donnertag mit.
Der ehemalige Abwehrspieler vom FC Bayern München hatte in der Nacht auf den 20. September 2011 in alkoholisiertem Zustand seine Mietvilla in Grünwald in Brand gesteckt.
Das Motiv sah die Strafkammer "in der verzweifelte Lage des Angeklagten, der verletzungsbedingt lange Zeit nicht spielen konnte und dem eine weitere Operation bevorstand". Diese Situation habe in Kombination mit Alkohol und Medikamenteneinnahme zu der Tat geführt. Wegen einer krankhaften seelischen Störung sei Breno aber "nur vermindert schuldfähig" gewesen, so das Gericht.
Bereits nach der Urteilsverkündung hatte Brenos Verteidiger Werner Leitner angekündigt, das Urteil rechtlich zu überprüfen.
siu/sid
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