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Brüssel: Bank im Europaparlament überfallen

Trotz Sicherheitsschleusen und Gepäckkontrollen: Ein offenbar bewaffneter Bankräuber hat im Gebäude des Europaparlaments in Brüssel eine Bankfiliale überfallen. Die Auswertung von Videobändern soll nun Aufschluss darüber geben, ob der Täter ein Mitarbeiter des Hauses war.

Brüssel - Der Bankräuber habe am Donnerstagnachmittag in der Filiale der Bank ING eine Waffe gezogen, woraufhin das Personal Geld aus der Kasse herausgegeben habe, sagte Parlamentssprecher Jaume Duch Guillot. Es sei noch unklar, ob es sich bei der gezogenen Waffe um eine Attrappe gehandelt habe. Die Höhe des geraubten Betrags nannte der Sprecher nicht.

Überfallene ING-Filiale: Keine Angaben über Höhe der Beute
AFP

Überfallene ING-Filiale: Keine Angaben über Höhe der Beute

Guillot sagte, es sei schwierig, alle Teile des ausgedehnten Gebäudes ständig zu überwachen. Das Europaparlament werde täglich von 15.000 Menschen besucht, darunter hohe Politiker. Das Abgeordnetenhaus sei ein "sehr offenes Parlament", und das solle auch so bleiben.

Unklar blieb, wie der Mann die Sicherheitskontrollen des Hauses passieren konnte. Sowohl Besucher als auch Journalisten können das Gebäude nur durch Sicherheitsschleusen wie an einem Flughafen passieren. Auch das Gepäck wird kontrolliert. "Wir können uns nicht erklären, wie das passieren konnte", sagte Guillot. Die Auswertung von Videomitschnitten soll nun zeigen, ob es sich bei dem Täter möglicherweise um einen Mitarbeiter des Parlaments handelt. Diese müssen zum Betreten des Gebäudes einen Hausausweis vorzeigen.

Die Brüsseler Polizei löste eine Großfahndung aus.

fsc/dpa/ddp/AP

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