Poststelle geräumt Paket mit Sprengstoff im Finanzministerium abgefangen

Im Bundesfinanzministerium ist ein Paket mit Sprengstoff eingegangen. Beim Öffnen hätten laut Polizei erhebliche Verletzungen entstehen können.

Schriftzug am Bundesfinanzministerium
DPA

Schriftzug am Bundesfinanzministerium


In der Poststelle des Bundesfinanzministeriums ist ein Paket mit Sprengstoff eingegangen. In der Sendung sei ein verdächtiger Gegenstand aufgefallen, sagte ein Sprecher der Berliner Polizei.

Untersuchungen hätten ergeben, dass dieser ein so genanntes Blitzknallgemisch enthalten habe, das häufig zur Herstellung von Pyrotechnik verwendet werde. Beim Öffnen hätte das Paket "erhebliche Verletzungen" verursachen können, sagte der Sprecher. Der Sprengstoff hatte einen scharfen Zünder. Dieser wurde von Spezialisten noch in der Poststelle entschärft.

Ob das Paket an Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) adressiert war, wollte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen.

Das Paket war am späten Vormittag aufgefallen. Mitarbeiter mussten die Poststelle und umliegende Räume verlassen. Verletzt wurde niemand.

Das Paket wurde geröntgt. Doch auch dadurch ließ sich der Inhalt nicht eindeutig bestimmen. Zu weiteren Untersuchungen wurde das Paket auf einen Sprengplatz im Grunewald gebracht und dort unschädlich gemacht.

Das Berliner Landeskriminalamt übernahm die Ermittlungen.

ulz/AFP/dpa/Reuters



© SPIEGEL ONLINE 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.