Messerangriff auf Polizisten in Hannover Bundesgerichtshof bestätigt Urteil gegen Safia S.

Weil sie einen Polizisten mit einem Messer niederstach, wurde Safia S. wegen versuchten Mordes zu sechs Jahren Jugendhaft verurteilt. Nun hat der BGH die Revision der 17-Jährigen gegen die Entscheidung zurückgewiesen.

Bundesgerichtshof
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Gut zwei Jahre nach der Messerattacke auf einen Polizisten in Hannover ist das Urteil gegen die jugendliche IS-Sympathisantin Safia S. rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe wies die Revision der jungen Frau zurück. Sie hatte im Februar 2016 in Hannover einen Polizisten bei einer Kontrolle im Hauptbahnhof niedergestochen.

Das Oberlandesgericht Celle hatte die heute 17-Jährige zu einer sechsjährigen Jugendstrafe wegen versuchten Mordes mit gefährlicher Körperverletzung und Unterstützung einer ausländischen terroristischen Vereinigung verurteilt. Dagegen hatte sie Revision eingelegt. (AZ: 3 StR 286/17)

Am 26. Februar 2016 hatte Safia S., damals 15 Jahre alt, am Hauptbahnhof in Hannover einem Bundespolizisten ein Messer in den Hals gerammt. Der Beamte und sein Kollege liefen in schuss- und stichsicheren Schutzwesten Streife. Das 34 Jahre alte Opfer wurde schwer verletzt, überlebte den Angriff aber. Der Kollege des Verletzten überwältigte Safia S. Mit ihrer Tat hatte sie nach Überzeugung des Gerichts in Celle die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) unterstützen wollen.

bbr/dpa

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