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Bundeskriminalamt: Ermittler sprengen internationalen Kinderpornoring

Erfolg im Kampf gegen den sexuellen Missbrauch von Kindern: Das Bundeskriminalamt hat einen internationalen Pornoring ausgehoben. Neun mutmaßliche Initiatoren und Verantwortliche wurden festgenommen.

Wiesbaden - Insgesamt sollen 136 Beschuldigte kinderpornografisches Material im Internet getauscht haben, wie das Bundeskriminalamt (BKA) am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Einigen Tatverdächtigen wird zudem vorgeworfen, Kinder sexuell missbraucht und ihre Taten fotografiert und gefilmt zu haben. "Die Festnahmen sind ein großer Erfolg im Kampf gegen die Kinderpornografieszene", sagte BKA-Präsident Jörg Ziercke.

Nach Angaben seiner Behörde wurden seit Dienstagabend bundesweit die Wohnungen von 121 Beschuldigten in Deutschland durchsucht. Weitere 15 Mitglieder des Tauschrings befänden sich in der Schweiz, Österreich, Spanien, Bulgarien, Kanada und den USA. Auch in diesen Ländern habe die Polizei Wohnungen durchsucht. Bei der Polizeiaktion seien bis Mittwochvormittag 220 Computer und mehr als 17.000 Datenträger sichergestellt worden.

Nach BKA-Angaben war die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main Anfang des Jahres auf den Kinderpornoring aufmerksam geworden. Die Ermittlungen gestalteten sich durch das äußerst konspirative Verhalten der Beschuldigten schwierig. Dennoch gelang es den Ermittlern, insgesamt 136 Mitglieder des Kinderpornorings zu identifizieren.

jdl/AP

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