Bundespolizist aus Hannover Ermittlungen wegen Folter - Prozess wegen Pornobild

Ein Bundespolizist soll auf der Wache in Hannover Flüchtlinge geschlagen haben. Während die Ermittlungen laufen, beginnt gegen den Beamten wegen eines weiteren Vorwurfs ein Prozess.

Beamte der Bundespolizei: Schwere Vorwürfe
DPA

Beamte der Bundespolizei: Schwere Vorwürfe


Ein Bundespolizist aus Hannover, der Flüchtlinge misshandelt haben soll, muss sich nun in einem anderen Fall vor Gericht verantworten. Am 6. Oktober beginnt gegen ihn ein Prozess vor dem Amtsgericht Stadthagen. Dabei gehe es um ein offenkundig pornografisches Foto, sagte ein Gerichtssprecher.

Im September 2014 soll der Angeklagte laut einem NDR-Bericht einer Minderjährigen ein anzügliches Selbstporträt geschickt haben. Gegen den Mann laufe außerdem ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts, Kinderpornografie besessen zu haben, sagte ein Sprecher der zuständigen Staatsanwaltschaft Hannover. Man habe bei einer Hausdurchsuchung verdächtiges Material gefunden.

Bundesweit Aufsehen erregt hatten die Foltervorwürfe gegen den Beamten. In mindestens zwei Fällen soll er Flüchtlinge auf der Wache gedemütigt und geschlagen haben. Die mutmaßlichen Taten soll er mit dem Handy gefilmt haben. Die Ermittlungen laufen nach Angaben der Staatsanwaltschaft noch.

sms/dpa



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