Bundesverfassungsgericht Kachelmann-Fotos in der "Bild" waren teilweise zulässig

Durfte die "Bild"-Zeitung Fotos von Jörg Kachelmann nahe der Kanzlei seiner Anwältin veröffentlichen? Das Bundesverfassungsgericht hat entschieden: In einem Fall war ein Verbreitungsverbot unzulässig.

Wettermoderator Jörg Kachelmann
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Wettermoderator Jörg Kachelmann


Im Streit um Fotos des Wettermoderators Jörg Kachelmann hat der Springer-Verlag einen Teilsieg errungen. Gerichte haben die Verbreitung eines der Bilder zu Unrecht untersagt, wie das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe nach Beschwerden des Verlags mitteilte.

Die Veröffentlichung zweier anderer Motive bleibt aber weiter verboten. Die strittige Berichterstattung in der "Bild"-Zeitung und auf Bild.de stammt aus der Zeit, in der Kachelmann wegen Vergewaltigungsvorwürfen seiner Ex-Geliebten vor Gericht stand. Ende Mai 2011 wurde der heute 58-Jährige mangels Beweisen freigesprochen.

Das zulässige Foto zeigt Kachelmann auf dem Weg zur Kanzlei seiner Verteidigerin, wenige Meter vom Eingang entfernt. Auf den beiden unzulässigen Bildern ist er im Innenhof der Kanzlei zu sehen, also auf privatem Gelände. (Az. 1 BvR 2897/14 u.a.)

ala/dpa



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