Skandal-Rapper Bushido akzeptiert Strafbefehl

Die Berliner Justiz hat einen Strafbefehl über 135.000 Euro gegen Bushido erlassen - und der Rapper verzichtet auf einen Einspruch. In dem Fall geht es offenbar um Steuerhinterziehung.

Rapper Bushido (Archiv): Strafbefehl über 135.000 Euro akzeptiert
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Rapper Bushido (Archiv): Strafbefehl über 135.000 Euro akzeptiert


Bushido hat einen Strafbefehl der Berliner Justiz akzeptiert. Das bestätigte eine Gerichtssprecherin auf Anfrage von SPIEGEL ONLINE. Der Strafbefehl sei am 10. Dezember erlassen worden. Und Anis Ferchichi, wie Bushido mit bürgerlichem Namen heißt, habe die zweiwöchige Einspruchsfrist verstreichen lassen. Somit sei der Strafbefehl rechtskräftig.

Mit einem Einspruch hätte Bushido eine öffentliche Hauptverhandlung erwirken können. Die Geldstrafe betrage insgesamt 135.000 Euro, sagte die Gerichtssprecherin. Zum Inhalt des Strafbefehls wollte sie keine Angaben machen.

Die "Bild"-Zeitung hatte berichtet, es gehe um Steuerhinterziehung. Der 37-Jährige gilt demnach nun als vorbestraft, da die Geldstrafe bei mehr als 90 Tagessätzen liege. Eine Sprecherin seines Labels wollte sich auf Anfrage nicht äußern.

Die Berliner Staatsanwaltschaft hatte bereits seit mehreren Jahren wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung gegen Bushido ermittelt. Im Mai 2013 durchsuchten Ermittler das Wohnhaus des Rappers in Wannsee, eine Steuerberatungskanzlei sowie mehrere Privat- und Geschäftsadressen von Bushidos Management.

Erst im November geriet der Skandal-Rapper erneut wegen eines Ermittlungsverfahrens in die Schlagzeilen. Die Berliner Staatsanwaltschaft ließ zwei seiner Häuser durchsuchen. Es gehe um Versicherungsbetrug, sagte ein Behördensprecher damals.

Hintergrund ist ein angeblicher Einbruch in ein Geschäft für exotische Fische, das Bushido in Berlin-Steglitz betreibt. "Nach unseren Erkenntnissen hat der Einbruch nicht stattgefunden", sagte damals der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Es gehe um eine mutmaßliche Betrugssumme von "mehr als 350.000 Euro".

wit/sms



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