Urteil in Chemnitz Mann wegen Hitlergruß zu Geldstrafe verurteilt

Ein Mann muss 4200 Euro zahlen, weil er bei einer Demo in Chemnitz den Hitlergruß zeigte. Es war das vierte Urteil nach den Krawallen in der Stadt.

Ausschreitungen in Chemnitz (Archiv)
AP

Ausschreitungen in Chemnitz (Archiv)


Das Amtsgericht Chemnitz hat erneut einen Teilnehmer einer rechtsgerichteten Demonstration verurteilt, weil er den Hitlergruß zeigte. Gegen den Beschuldigten wurde in einem beschleunigten Verfahren eine Geldstrafe von insgesamt 4200 Euro verhängt.

Zuvor waren bereits drei andere Personen wegen Zeigens des Hitlergrußes oder wegen eines Angriffs auf Polizisten zu Bewährungsstrafen und in einem Fall zu fünf Monaten Gefängnis verurteilt worden. Am Montag steht ein weiteres beschleunigtes Verfahren gegen einen Chemnitzer an, der bei einer Demonstration ebenfalls den Hitlergruß gezeigt haben soll.

Auslöser der rechtsgerichteten Kundgebungen war die Tötung eines 35-Jährigen am 26. August. In der Folge war es in Chemnitz zu Demonstrationen und Ausschreitungengekommen, an denen Neonazis und Hooligans beteiligt waren.

Die Tatverdächtigen in dem Fall sind Asylbewerber. Einer der von sitzt in Untersuchungshaft, nach einem weiteren wird noch gefahndet. Ein dritter Mann wurde wieder freigelassen, weil kein dringender Tatverdacht bestehe.

bbr/AFP



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