Angriff auf Tunesier in Chemnitz Polizei vermutet rassistisches Motiv

Schläge, Tritte, Beschimpfungen: Ein Tunesier wurde in Chemnitz angegriffen. Die Polizei geht von einem rassistischen Hintergrund aus.

Polizeieinsatz am Chemnitzer Marx-Denkmal (Archivbild)
AFP

Polizeieinsatz am Chemnitzer Marx-Denkmal (Archivbild)


Die Polizei ermittelt wegen einer mutmaßlich ausländerfeindlichen Attacke auf einen Tunesier in Chemnitz. Der 41-Jährige sei am Mittwochabend am Boden liegend von einer Gruppe unbekannter Angreifer geschlagen worden. Zeugen hätten ausgesagt, dass die vier Täter sich dabei rassistisch geäußert haben, teilte die Polizei mit.

Bereits am Vortag hatte die Polizei über die Auseinandersetzung informiert. Aber erst im Laufe der weiteren Ermittlungen habe sich der mögliche rassistische Hintergrund ergeben, sagte ein Sprecher.

Der Staatsschutz habe Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung aufgenommen. Dabei werde auch genau geprüft, was dem Angriff vorausgegangen sei. Zudem werde auch ein möglicher Zusammenhang zu einer Attacke auf einen 20 Jahre alten Afghanen am 1. September geprüft. Der Mann war im Stadtteil Markersdorf von vier Vermummten geschlagen und verletzt worden, wie die Polizei mitteilte.

In Chemnitz gab es nach der tödlichen Messerattacke auf einen 35-Jährigen Ende August in den vergangenen Wochen immer wieder Proteste; dabei kam es auch zu rassistischen Übergriffen.

Im Video: Hitlergrüße unterm Karl-Marx-Denkmal - Die Hintermänner der Krawalle

SPIEGEL TV

mamk/dpa

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