Gewalt in Chicago Elf Tote und mehr als 50 Verletzte an einem Wochenende

In der US-Metropole Chicago ist die Gewalt erneut eskaliert. Elf Tote und Dutzende Verletzte gab es bei Gang-Gefechten allein an diesem Wochenende.

Polizeieinsatz in Chicago
Tyler LaRiviere/Chicago Sun-Times via AP

Polizeieinsatz in Chicago


Bei Schießereien in Chicago hat es am Wochenende elf Tote und mehr als 50 Verletzte gegeben. Das berichten die Nachrichtenagentur AP und die Lokalzeitung "Chicago Sun Times" übereinstimmend. Die Schüsse seien in der Zeitspanne vom frühen Freitagabend bis zum frühen Montagmorgen offenbar vor allem von verfeindeten Gangmitgliedern abgefeuert worden, sagte ein Polizeisprecher.

Einen regelrechten Ausbruch der Gewalt gab es der "Chicago Sun Times" zufolge am Sonntag, als über den Tag hinweg insgesamt 47 Menschen angeschossen wurden. Zudem habe es bei einer einzigen Schießerei im Süden der Stadt acht Verletzte gegeben.

Zum Teil würden die Banden das Feuer - offenbar um unerkannt zu bleiben - innerhalb größerer Menschenmengen eröffnen, die sich bei den sommerlichen Temperaturen bis spät in die Nacht auf den Straßen versammelten, teilte ein Polizeisprecher mit. "Sie nutzen diese Gelegenheit und schießen in die Menge, egal wen sie dabei treffen", sagte er.

Die Anzahl der Morde war in Chicago 2017 von mehr als 750 im Vorjahr auf insgesamt 650 gesunken. Damit kommt Chicago immer noch auf doppelt so viele Tötungsdelikte wie die beiden größten Städte des Landes, New York und Los Angeles, zusammen. In Chicago, der drittgrößten Stadt der USA, hatte es zuletzt immer wieder Proteste gegen die überbordende Waffengewalt gegeben.

fek/AP



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