China Angreifer sticht auf Schüler ein - mehrere Tote

Im Norden Chinas hat ein Mann auf fast 20 Kinder eingestochen, die auf dem Heimweg von der Schule waren. Mehrere Opfer starben, es gibt ein Dutzend Verletzte. Tatverdächtig ist ein 28-jähriger Mann.


Ein Mann hat in China mehr als ein halbes Dutzend Schulkinder mit einem Messer getötet und etwa zehn weitere verletzt. Das staatliche Fernsehen in Shaanxi berichtete, neun Kinder seien ihren Verletzungen erlegen. Zehn weitere werden im Krankenhaus behandelt.

Die Kinder seien auf dem Heimweg in der Provinz Shaanxi im Norden des Landes angegriffen worden, teilten die Behörden im Bezirk Mizhi mit. Bei den Todesopfern soll es sich um fünf Mädchen und zwei Jungen handeln.

Der mutmaßliche Täter wurde festgenommen. Er attackierte die Schüler am Abend nach dem Unterricht, wie die staatliche "Volkszeitung" berichtete. Der Angriff habe sich gegen 18.10 Uhr Ortszeit an einer Mittelschule ereignet, teilten die Behörden mit.

Der Täter - ein Mobbingopfer?

Verbrechen, bei denen Kinder zu Opfern werden, erschüttern die chinesische Öffentlichkeit besonders, weil vor allem in Großstädten viele Paare aufgrund der bis vor Kurzem geltenden Einkindpolitik nur ein Kind haben.

Drei Stunden nach dem Messerangriff machte das Amt für öffentliche Sicherheit von Mizhi über den Kurznachrichtendienst Weibo erste Angaben über den mutmaßlichen Täter: Er sei 28 Jahre alt und Han-Chinese, demnach gehört er also keiner ethnischen Minderheit an.

Als Grund für die Tat habe er angegeben, er selbst sei als Schüler an der Mittelschule gemobbt worden. Ein Foto, das von einer lokalen Website veröffentlicht wurde, zeigt einen jungen Mann mit einem T-Shirt und tätowiertem Oberarm. Kurz nach der Festnahme wurde im Internet auch ein Screenshot veröffentlicht, der die Profilseite des mutmaßlichen Täters im Netzwerk WeChat zeigen soll. Dort steht: "Halte durch, oder sei rücksichtslos."

mxw/dpa/AFP/Mitarbeit: Bernhard Zand



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