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China: Entführer geben Blindenhund zurück

Qiao Qiao ist wieder daheim: In China sind Blindenhunde äußerst selten Zur Großansicht
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Qiao Qiao ist wieder daheim: In China sind Blindenhunde äußerst selten

Diese Entführung ging glücklich aus. In Peking wurde der geraubte Blindenhund Qiao Qiao wohlbehalten aufgefunden. Die große öffentliche Anteilnahme brachte die Entführer offenbar zum Einlenken.

Der Fall eines entführten Blindenhundes hat in Peking ungewöhnlich großes Aufsehen erregt. Viele Zeitungen in Chinas Hauptstadt berichteten über die schwarze Labradordame namens Qiao Qiao. Männer hatten sie am Montagmorgen in ein Auto gezogen, als ein Freund des blinden Besitzers mit der Hündin Gassi ging.

Qiao Qiao wurde am Dienstagabend wohlbehalten mit einer Notiz der Entführer gefunden, auf der sie um Vergebung baten. Das teilte die Polizei der Hauptstadt mit. Dem Bericht zufolge überlegten es sich die Männer offenbar wegen des großen öffentlichen Interesses an Qiao Qiaos Verschwinden anders.

Viele Pekinger bewegte der Fall, weil gut ausgebildete Blindenhunde in China äußerst selten sind. Die "Beijing Morning-Post" berichtete, dass es in der gesamten Hauptstadt nur zehn dieser Führhunde gebe, in ganz China seien es lediglich 100 Tiere. "Es sieht so aus, als hätten die Tatverdächtigen ihren Fehler eingesehen", hieß es weiter im Bericht der Polizei.

Den meisten verschwunden Hunden ergeht es in China schlechter als Qiao Qiao. Besonders im Süden des Landes ist Hundediebstahl ein lukratives Geschäft, weil Entführer das Fleisch der Tiere verkaufen können.

brt/dpa

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