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China: Techniker legen Fahrstuhl still - Frau stirbt

Ende Januar sollten Techniker in China einen Fahrstuhl kontrollieren. Sie stellten den Strom ab und machten erst einmal Feierabend. Ein Fehler mit tödlichen Folgen.

Die Tragödie begann mit einem Routineeinsatz. Am 30. Januar sollten zwei Techniker einen Fahrstuhl in der chinesischen Stadt Hsi-An wegen einer Störung kontrollieren. Sie stellten den Strom ab, als der Lift in dem mehrstöckigen Wohnhaus noch unterwegs war. Die Reparatur aber führten sie erst einmal nicht aus.

Was sie übersahen: Eine 43-jährige Bewohnerin steckte noch in der Kabine. Erst nach vier Wochen, am 1. März, kehrten Techniker in das Haus zurück, um die Arbeit wieder aufzunehmen. Als sie die Kabinentür öffneten, entdeckten sie die Leiche der Frau.

Wie die zuständige Regierungsbehörde mitteilte, werde nun wegen grober Fahrlässigkeit gegen die beiden Techniker ermittelt, die den Strom abstellten. Sie wurden festgenommen. Ein Verbrechen schloss die Polizei aus.

In China gibt es immer wieder schwere Zwischenfälle, die darauf zurückzuführen sind, dass Sicherheitsvorschriften nicht eingehalten werden. Im Juli vorigen Jahres starb eine Frau in einer Einkaufspassage. Sie wollte mit ihrem Kind an der Hand gerade eine Rolltreppe verlassen, als eine Metallplatte einbrach. Die Frau stürzte in die Tiefe. Ihr Kind hatte sie noch zur Seite werfen können.

sms/AP/AFP

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