Organisierte Kriminalität Mindestens 19.000 Festnahmen in China

Schlag gegen die organisierte Kriminalität: In einer dreimonatigen Operation haben Sicherheitskräfte in Hongkong, Macau und der chinesischen Provinz Guangdong Tausende Verdächtige festgenommen.


Die Operation lief unter dem Namen "Thunderbolt15", was sich mit Blitzschlag15 übersetzen lässt: In einer dreimonatigen Aktion hat die Polizei in China, Hongkong und Macau Tausende Verdächtige aus dem Milieu der organisierten Kriminalität festgenommen.

Zu den genauen Zahlen gibt es unterschiedliche Angaben: Bei der BBC ist von insgesamt 19.000 Festnahmen die Rede, die Zeitung "South China Morning Post" schreibt sogar von 51.000. Der Unterschied lässt sich offenbar dadurch erklären, dass mehr als 30.000 der Festgenommen in der chinesischen Provinz Guangdong laut "South China Morning Post" mutmaßlich Drogensüchtige waren.

Ermittelt wurde wegen Glücksspiels, Prostitution und Hehlerei. Allein in Hongkong seien mehr als 7500 Räumlichkeiten durchsucht worden. Die Polizei beschlagnahmte Drogen, Waffen und Raubkopien.

"Wir wollten die Botschaft senden, dass wir organisierte Kriminalität und andere illegale Aktivitäten nicht tolerieren", sagte Au Chin-chau von der Hongkonger Polizei.

Der Schlag richtete sich vor allem gegen die Triaden, die berüchtigte chinesische Mafia. Auch hochrangige Mitglieder der Unterweltgruppierungen seien festgenommen worden.

hut

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