Wieder im Vatikan USA geben geklauten Columbus-Brief zurück

1493 berichtete Christoph Columbus per Brief Spaniens Herrscherpaar von der Neuen Welt. Eine handgefertigte Kopie lag angeblich im Vatikan. Tatsächlich war es eine Fälschung, das Original lag in den USA - bis jetzt.

DPA

Die Begeisterung spricht aus den Zeilen des Autors. Auf acht Seiten lässt er sich darüber aus, wie fruchtbar das Land ist, das er erkundet. Eine Vielfalt an Bäumen gebe es dort. Die Einheimischen seien noch zurückhaltend, sollten aber bald zum Christentum bekehrt werden.

Der Autor des Briefes ist Christoph Columbus. Er schrieb ihn auf Spanisch im April 1493 an König Ferdinand und Königin Isabella von Spanien, um freudig die Entdeckung der Neuen Welt zu verkünden.

Der Brief wurde im Rom handschriftlich kopiert - auf Latein. Insgesamt gibt es nur zwölf Kopien. Sie lagen in Museen und Bibliotheken in ganz Europa - zumindest dachten das alle.

Nach dem Hinweis eines Experten für historische Schriften fanden US-Ermittler heraus, dass mehrere authentische Kopien des Columbus-Briefes gestohlen und durch Fälschungen ersetzt worden waren, auch ein Exemplar in Besitz des Vatikan.

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Christoph Columbus: Geklauter Brief ist wieder im Vatikan

Jetzt ist dieses wieder an den Kirchenstaat übergeben worden. Der Vatikan hatte es sich 1921 gesichert. Es ist das dritte Mal in den vergangenen Jahren, dass ein solches historisches Dokument zurückgegeben wird. Die US-Behörden hatten Original-Nachdrucke des Briefes schon an Spanien und Italien überbracht.

Ursprünglich stammte die nun zurückgegebene Kopie von Mary Parsons, der Witwe eines Mannes, der das Schriftstück 2004 in New York von einem Antiquar gekauft hatte - ohne zu wissen, dass es aus dem Vatikan gestohlen worden war. Als die Witwe Belege für den Diebstahl des Briefes sah, stimmte sie zu, ihn dem Vatikan zurückzugeben.

fok/ulz/AP



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