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15. Februar 2013, 17:19 Uhr

Klage gegen Hewlett Packard

Chubby Checker zornig wegen Penis-App

Aus der Schuhgröße von Männern will die Spaß-App "The Chubby Checker" Rückschlüsse auf deren Penislänge ziehen. Gar nicht witzig findet das der gleichnamige Rock'n'Roll-Musiker: Er verklagte den US-Konzern Hewlett Packard auf 500 Millionen Dollar Schadensersatz.

Fort Pierce - Beim Thema Penislänge versteht Chubby Checker keinen Spaß: Die 71-jährige Rock'n'Roll-Legende ("The Twist") hat den US-Konzern Hewlett Packard auf Schadensersatz in dreistelliger Millionenhöhe verklagt. Hintergrund ist eine Spaß-App für Hewlett Packards Plattform Palm OS, bei der Frauen über die Schuhgröße von Männern auf deren Penislänge schließen sollen. Sinniger Name der Software: "The Chubby Checker".

Bereits am Dienstag (Ortszeit) reichte Checker vor einem Bundesgericht in Fort Pierce, Florida, Markenschutzklage gegen Hewlett Packard ein. Die 99 Cent teure App beschädige den Markenwert seines Namens, hieß es in dem Schriftstück. Er sei ohne Einwilligung des Musikers verwendet worden.

"Er ist verletzt", sagte Checkers Anwalt Willie Gary über seinen Mandanten, der mit bürgerlichem Namen Ernest Evans heißt. "Er hat hart gearbeitet, um sich einen Namen und ein Renommee aufzubauen." Checker verlangt nun 500 Millionen Dollar Schadensersatz. Die fragliche App ist inzwischen aus dem Angebot von Hewlett Packard verschwunden.

"Die App wurde im September 2012 entfernt", heißt es dazu in einem Statement von Firmensprecher Michael Thacker. Zuvor habe Hewlett Packard eine Unterlassungsanordnung von Checkers Anwalt bekommen. Wie lange die Software erhältlich war, ist noch unklar. Sie soll insgesamt nur 84 Abnehmer gefunden haben. Entwickelt wurde "The Chubby Checker" nicht von Hewlett Packard oder Palm, sondern von einem Drittanbieter - diesen hat Checker allerdings nicht verklagt. Nach BBC-Angaben soll es sich um die deutsche Firma Magic Apps handeln.

Checker wurde in den sechziger Jahren vor allem mit seinen Songs "The Twist" und "Let's Twist again" berühmt. Unter seinem Namen werden heute Süßigkeiten und andere Lebensmittel verkauft; nach eigener Aussage bekommt der 71-jährige dafür Lizenzgebühren.

rls/AP/dpa

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