Auto fährt in Menschengruppe Tatverdächtiger von Cottbus stellt sich

In Cottbus hat sich der mutmaßliche Fahrer des Geländewagens gestellt, der in eine Menschengruppe gefahren ist. Der Mann ist der Polizei bekannt, schweigt aber zu der Tat.

Polizeiwagen
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Der mutmaßliche Fahrer des Geländewagens, der in Cottbus in eine Menschengruppe gefahren ist, bleibt vorerst auf freiem Fuß. Der 25-jährige Verdächtige hatte sich einen Tag nach der Tat bei der Polizei gemeldet, durfte danach aber wieder gehen. "Es lag kein Haftgrund vor", teilte eine Cottbuser Polizeisprecherin mit. Der Mann habe sich nicht zu den Tatvorwürfen geäußert.

Wie die Sprecherin dem SPIEGEL bestätigte, war der Verdächtige bereits mehrfach wegen Diebstahls, Drogendelikten und rechtsextremer Äußerungen aufgefallen. Zuvor hatte die "Lausitzer Rundschau" berichtet.

Auf einem Cottbuser Gehweg war am Freitagabend ein Geländewagen in eine Menschengruppe gefahren. Zwei Menschen wurden verletzt. Ein 31-Jähriger kam ins Krankenhaus, schwebte aber nicht in Lebensgefahr. Ein 21-Jähriger verweigerte die Behandlung und wollte bei Bedarf zum Arzt gehen. Der Fahrer flüchtete mit dem Wagen.

Rechte Parolen mit 1,17 Promille

Ob es sich bei dem Vorfall um einen Unfall oder eine vorsätzliche Tat handelte, konnte die Polizei zunächst nicht sagen. Ein Zusammenhang mit der Amokfahrt von Münster bestehe aber nicht, hieß es am Sonntag. Die Ermittlungen dauerten an. Es sei auch noch nicht gesichert, dass der 25-jährige Tatverdächtige tatsächlich am Steuer saß, sagte die Polizeisprecherin am Montag.

Am Tag der Tat soll er einen Alkoholgehalt von 1,17 Promille gehabt, rechte Parolen gerufen und Polizisten beleidigt haben. Ersten Ermittlungen zufolge gab es vor dem Vorfall zudem eine Prügelei. Ob ein Zusammenhang besteht, ist den Angaben zufolge noch unklar.

fgr/dpa

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