Hip-Hop-Produzent Deal mit Anklage - Marion "Suge" Knight entgeht Mordprozess

In diesem Monat hätte der Prozess gegen Marion "Suge" Knight beginnen sollen - doch so weit kommt es nicht: Der US-Musikproduzent ging einen Deal mit der Anklage ein. Er muss wohl für 28 Jahre ins Gefängnis.

Marion "Suge" Knight im Gerichtssaal
REUTERS

Marion "Suge" Knight im Gerichtssaal


Der amerikanische Hip-Hop-Produzent Marion "Suge" Knight entgeht einem Mordprozess, muss aber für viele Jahre ins Gefängnis. Der 53-Jährige hat sich mit der Anklage auf einen Deal geeinigt, wie aus einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft in Los Angeles hervorgeht. Damit räumt er quasi seine Schuld wegen Totschlags bei einem Vorfall im Januar 2015 ein. Im Gegenzug soll Knight eine Haftstrafe von 28 Jahren erhalten. Die weiteren Vorwürfe gegen ihn werden fallengelassen.

Im Falle eines Schuldspruchs in einem Prozess wegen Mordes und Totschlags hätte Knight eine lebenslange Haftstrafe gedroht. Das Strafmaß soll nun am 4. Oktober bekanntgegeben werden.

Knight war im Januar 2015 festgenommen worden. Er soll im kalifornischen Compton bei Los Angeles nach einem Streit mit seinem Truck zwei Männer auf einem Parkplatz überfahren haben und dann geflüchtet sein. Ein 55-Jähriger starb.

Knight saß seither in Untersuchungshaft. Anfangs bestritt er seine Schuld und beharrte darauf, er habe in Notwehr gehandelt. Nach mehrfachem Aufschub sollte der Prozess gegen ihn in diesem Monat beginnen; am Montag hätte die Auswahl der Jurymitglieder beginnen sollen.

Knight hatte 1991 gemeinsam mit Dr. Dre das umstrittene Musiklabel "Death Row Records" gegründet. Der Produzent gilt als eine der Schlüsselfiguren im US-Rapperkrieg der Neunzigerjahre, als sich die Musikszenen der Ost- und Westküste bekämpften. Er ist mehrfach vorbestraft.

aar/dpa/Reuters



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