Schüsse auf US-Campus Professor im Büro erschossen

An einer Universität in Mississippi ist ein Geschichtsprofessor in seinem Büro erschossen worden. Der Schütze ist noch auf der Flucht. Die Polizei geht von einer Beziehungstat aus.

Polizisten auf dem Campus der Delta State University: Suche nach dem Schützen
AP/dpa

Polizisten auf dem Campus der Delta State University: Suche nach dem Schützen


Bei Schüssen auf dem Gelände der Delta State University in der Stadt Cleveland im US-Bundesstaat Mississippi ist ein Mensch getötet worden. Die Polizei teilte mit, dass der Schütze noch nicht gefasst sei. Bei dem Opfer handelt es sich demnach um einen Geschichtsprofessor, der in seinem Büro erschossen wurde.

Nach dem Angriff hatte die Universität Studenten und Mitarbeiter zunächst aufgefordert, in ihren Räumen zu bleiben und die Fenster zu schließen. Der Campus wurde abgeriegelt, Studenten berichteten von Sondereinsatzkommandos auf dem Gelände der Hochschule und Durchsuchungen.

Mittlerweile geht die Polizei allerdings von einer Beziehungstat aus. Medienberichten zufolge fahndete die Polizei nach einem Dozenten der Universität, der auch der Verdächtige bei einem weiteren Tötungsdelikt sei. Am Morgen war eine Frau in Gautier im Süden Mississippis erschossen aufgefunden worden. Gautier und Cleveland liegen rund fünf Autostunden voneinander entfernt.

In den USA gibt es immer wieder tödliche Angriffe mit Schusswaffen und Amokläufe, die regelmäßig die Debatte über schärfere Waffengesetze anfachen. Präsident Barack Obama ist für eine solche Verschärfung, scheiterte aber im Kongress bislang am Widerstand vor allem aus den Reihen der Republikaner. Das Recht auf Waffenbesitz ist in der US-Verfassung verbrieft, Schätzungen zufolge befinden sich rund 300 Millionen Schusswaffen in Privathaushalten.

kop/dpa/AP/AFP

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