Traktor-Klau Dieb verteilt Kartoffeln auf Dorfstraße

Was haben die Täter sich dabei nur gedacht? In Bayern entlud ein Dieb einen Traktoranhänger mit 13 Tonnen Kartoffeln auf der Dorfstraße. In Offenbach klaute ein Unbekannter 22 einzelne Schuhe. Und in Frankfurt überfielen zwei Männer eine Massagepraxis - mit ungewöhnlichem Ausgang.

Kartoffeln auf Straße bei Eßleben: Traktor gestohlen, Erdäpfel abgeladen
DPA/Polizei Unterfranken

Kartoffeln auf Straße bei Eßleben: Traktor gestohlen, Erdäpfel abgeladen


Hamburg - In diesen Tagen muss die Polizei einigen ungewöhnlichen Taten nachgehen: Im unterfränkischen Werneck hat ein Unbekannter einen Traktor entwendet und 13 Tonnen Kartoffeln auf der Straße verteilt. Nachdem er den Traktor laut Polizei aus einer offenen Lagerhalle gestohlen hatte, betätigte er während der Fahrt den Hebel für die Laderampe - und entlud die Kartoffeln auf einer Strecke von mehreren hundert Metern. Als der Anhänger umkippte, fuhr der Dieb zunächst weiter und zog den umgestürzten Anhänger hinter sich her. Schließlich machte er sich zu Fuß aus dem Staub. Der Schaden beträgt etwa 40.000 Euro.

Zwei junge Männer in Frankfurt versuchten vergeblich, eine Massagepraxis zu überfallen. Als sie den 47-jährigen Betreiber der Praxis mit einer Pistole bedrohten, fragte dieser, um welche Art von Überfall es sich denn handele. Die Frage brachte die 16 und 18 Jahre alten Männer laut Polizei derart aus dem Konzept, dass sie die Praxis verließen. Dabei erkundigte sich einer der beiden noch höflich nach den Massageangeboten. Eine Streife nahm die polizeibekannten Männer kurze Zeit später fest.

Erfolgreicher war unter der Woche ein Dieb in Offenbach - er stahl am Donnerstag 22 einzelne Schuhe, die vor einem Geschäft präsentiert wurden. Nach einiger Zeit bemerkte die Verkäuferin, dass sämtliche Ausstellungsstücke vor dem Geschäft weg waren. "Was der Dieb mit 22 einzelnen Schuhen vorhat, ist noch unklar", schrieb die Polizei. "Einbeiniger Dieb unterwegs?", hieß es nicht ganz ernstgemeint in der Pressemitteilung.

Österreichische Ermittler sehen sich derweil mit einem Holunder-Diebstahl konfrontiert. Unbekannte plünderten an der Grenze zu Ungarn eine ganze Plantage und erbeuteten etwa elf Tonnen Holunder im Wert von 6000 Euro. Den Ermittlern zufolge waren die Diebe offenbar mehrere Tage am Werk. Der Besitzer der Plantage in Deutsch Jahrndorf bemerkte den Diebstahl erst, als er selbst ernten wollte. Bei den Beeren handelte es sich um Edelholunder, der in der Pharma- und Farbmittelindustrie zum Einsatz kommt.

hut/dpa/dapd/AFP



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