Doppelmord in Notzing: Angeklagter muss lebenslang in Haft

Christoph W. mit Handschellen vor Gericht: "Weil mit meiner Freundin Schluss war" Zur Großansicht
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Christoph W. mit Handschellen vor Gericht: "Weil mit meiner Freundin Schluss war"

Äußerst brutal tötete Christoph W. im bayerischen Notzing die Eltern seiner Ex-Freundin - weil er sie für die Trennung verantwortlich machte. Jetzt hat ihn das Landgericht Landshut zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.

Landshut - Mit Dutzenden Messerstichen, Beilhieben und Schlägen mit Schürhaken tötete Christoph W. die Eltern seiner Ex-Freundin. Danach zwang er die ehemalige Verlobte, ihm bei der Beseitigung der Leichen zu helfen. Jetzt hat ihn das Landgericht Landshut dafür zu lebenslanger Haft verurteilt. Es wurde allerdings keine besondere Schwere der Schuld festgestellt. In diesem Punkt habe sich das Teilgeständnis des Angeklagten ausgezahlt, sagte die Vorsitzende Richterin.

Ein Jahr nach der Tat sah es das Gericht als erwiesen an, dass der Angeklagte das 60 und 54 Jahre alte Ehepaar tötete, weil er es für das Ende der Beziehung verantwortlich gemacht hatte.

Der junge Mann war am 30. März 2012 in das Haus der Familie im oberbayerischen Notzing eingebrochen und hatte die Eltern von Cornelia R. umgebracht. Als Motiv gab er später an: "Weil mit meiner Freundin Schluss war, und die Mutter meiner Freundin geholfen hat, dass Schluss wird." Heidi R. habe ihn von Anfang an nicht gemocht und die Tochter dazu aufgefordert, die Beziehung zu beenden.

Ein Gutachter attestierte Christoph W. im Verfahren "eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit emotional instabilen, ängstlich-selbstunsicheren und histrionisch-manipulativen Zügen". Auf die Frage, warum seine Ex-Verlobte ihm nach der Tat geholfen habe, sagte er, sie habe ihm versichert, sie würde das Risiko, wegen Mithilfe bestraft zu werden, eingehen und ihn "nie verpfeifen". Weshalb Cornelia R. tatsächlich bei der Beseitigung der Leichen mithalf, konnte im Prozess nicht abschließend geklärt werden.

ala/dpa

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