Doppelmord von Krailling: Polizei findet DNA-Spuren von Onkel an Tatwaffen

Neue Gutachten erhärten den Verdacht gegen den Onkel der beiden in Krailling ermordeten Schwestern: Ermittler haben an den Opfern und den Tatwaffen DNA-Spuren des Mannes gefunden. Die Sonderkommission wurde inzwischen verkleinert.

Fahndungsplakat in Krailling vor Tatort: Verdacht gegen Tatverdächtigen weiter erhärtet Zur Großansicht
dapd

Fahndungsplakat in Krailling vor Tatort: Verdacht gegen Tatverdächtigen weiter erhärtet

München - An der Eingangstür des Hauses kleben mittlerweile acht Polizeisiegel. Dreieinhalb Wochen nach dem Doppelmord von Krailling bleiben in dem Ort bei München immer noch Menschen vor dem ockerfarbenen Gebäude in der Margaretenstraße stehen. Dort wurden zwei Schwestern im Alter von acht und elf Jahren getötet.

Die Sonderkommission "Margarete" wurde von 31 auf 15 Beamte verkleinert. Insgesamt wurden bislang 825 Spuren gesichert und mehr 200 als tatrelevant eingeschätzte Beweisstücke sichergestellt.

Der Onkel der beiden Mädchen gilt als dringend tatverdächtig. Nun haben zwei Gutachten den Verdacht gegen ihn weiter gefestigt. An den beiden Kindern und an zwei Tatwaffen seien DNA-Spuren des vierfachen Familienvaters gefunden worden, teilte die Polizei am Montag in München mit. "Es wird wohl zu einer Anklageerhebung kommen", sagte die Oberstaatsanwältin Andrea Titz. Das Motiv der Tat ist immer noch unklar. Der 50-jährige Verdächtige ließ über seinen Anwalt erklären, er wolle sich nicht zu den Geschehnissen äußern.

Die Mädchen waren in der Nacht zum 24. März in der Wohnung der Familie umgebracht worden. Die Mutter fand ihre Leichen, als sie am frühen Morgen aus einer nahen Kneipe nach Hause kam. Ihr Schwager geriet unter Tatverdacht, weil Blutspuren von ihm am Tatort gefunden wurden. Gegenüber seinem Anwalt bestritt der Mann die Tat und erklärte die Blutspur mit einem Nasenbluten von einem früheren Besuch.

ulz/dpa/dapd

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