Evakuierung in Dortmund Hochhauseigentümer verklagt die Stadt

Erst kritisierte er die Räumung als unangemessen, jetzt geht er noch weiter: Der Eigentümer des in Dortmund wegen Brandschutzbedenken geräumten Hochhauses verklagt die Stadt.

Bewohner räumen den Hannibal-Hochhauskomplex in Dortmund
DPA

Bewohner räumen den Hannibal-Hochhauskomplex in Dortmund


In Dortmund ist kürzlich ein Hochhaus wegen Brandschutzbedenken geräumt worden. Jetzt verklagt der Eigentümer des Gebäudekomplexes die Stadt. Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen prüfe, ob die Evakuierung rechtswidrig gewesen sei, sagte ein Gerichtssprecher.

Die Klageschrift sei der Stadt zugestellt worden, diese müsse nun Stellung nehmen. "Wir sind überzeugt, richtig gehandelt zu haben", sagte eine Sprecherin der Stadt Dortmund.

Rund 760 Menschen hatten in der vergangenen Woche ihre Wohnungen in Dortmunds größtem Wohnhaus verlassen müssen. Die Stadt hatte nach eigenen Angaben eklatante Brandschutzmängel festgestellt. Ein Großteil der Bewohner ist vorerst bei Freunden oder Verwandten untergekommen. Hunderte wurden in Unterkünften und Wohnungen einquartiert.

Der Berliner Eigentümer der Wohnanlage, Intown, wollte sich nicht zu der Klage äußern. Er hatte bereits am Tag der Räumung kritisiert, die von der Stadt initiierte Räumung sei nicht rechtens und unangemessen. Auf die genannten Mängel hätte auch mit weniger schwerwiegenden Maßnahmen reagiert werden können.

bbr/dpa



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