Dortmund Rechtsextreme bedrohen Juden

Drei polizeibekannte Rechtsextreme sollen in Dortmund einen 26-jährigen Mann antisemitisch beschimpft und bedroht haben. Die Polizei sucht nach Zeugen.


In Dortmund sollen Neonazis am Sonntag einen Mann jüdischen Glaubens auf der Straße bedroht und beleidigt haben. Wie die Polizei mitteilte, trafen die Rechtsextremen im Dortmunder Stadtteil Marten gegen 14 Uhr zufällig auf den 26-Jährigen.

Einer der Angreifer habe in Richtung des Kopfes des Mannes geschlagen. Der Mann habe den Schlag abwehren können und sei unverletzt geblieben, so die Polizei.

Die drei Angreifer hätten sich daraufhin entfernt, seien aber gegen 20 Uhr an anderer Stelle erneut auf den 26-Jährigen getroffen. Dabei hätten sie erneut antisemitische Parolen skandiert. Ein mutmaßlicher Bekannter der Rechtsextremen beteiligte sich demnach an den Pöbeleien, zeigte den Hitlergruß und bewarf das Opfer mit einem Feuerzeug.

Jetzt ermittelt der Staatsschutz. Als Täter wurden zwei 23 und 30 Jahre alte polizeibekannte Rechtsextreme aus Dortmund sowie ein 21-Jähriger aus Schwelm identifiziert. Der vierte Täter des zweiten Zwischenfalls wird noch gesucht. Die Polizei bat Zeugen um Hinweise auf dessen mögliche Identität.

ala/dpa



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