Prozess in Dresden Bundesanwaltschaft fordert lange Haftstrafen für "Gruppe Freital"

Die "Gruppe Freital" wird für Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte im Jahr 2015 verantwortlich gemacht. Vor Gericht hat die Anklage nun das Strafmaß für die acht Angeklagten gefordert.

Angeklagter Patrick F. im Verhandlungssaal der Justizvollzugsanstalt in Dresden
DPA

Angeklagter Patrick F. im Verhandlungssaal der Justizvollzugsanstalt in Dresden


Im Prozess gegen die rechtsextreme "Gruppe Freital" hat die Bundesanwaltschaft lange Haftstrafen gefordert. Die als Rädelsführer angeklagten Patrick F. und Timo S. sollen demnach wegen der Bildung einer terroristischen Vereinigung und versuchten Mordes für elf Jahre beziehungsweise zehn Jahre und neun Monate hinter Gitter.

Für die übrigen sechs Angeklagten im Alter zwischen 20 und 40 Jahren forderte Oberstaatsanwalt Jörn Hauschild vor dem Oberlandesgericht Dresden Strafen zwischen fünf und neuneinhalb Jahren. Dabei sei der jüngste Angeklagte nach Jugendstrafrecht zu behandeln.

Die Gruppe wird für fünf Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte und politische Gegner im Jahr 2015 in Freital und Dresden verantwortlich gemacht. Der Prozess läuft seit März vergangenen Jahres und findet unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen in einem extra dafür eingerichteten Verhandlungssaal statt.

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bbr/dpa

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